Sprunggelenksstabilität - Verletzungen vorbeugen

Sprunggelenksstabilität

In unserem letzten Artikel haben wir das wichtige Thema Sprunggelenksmobilität behandelt. Wie du bereits weisst, ist eine adäquate Sprunggelenksmobilität in vielerlei Hinsicht wichtig. Mobilitätseinschränkungen im Bereich des Sprunggelenks können sich auf lokale (Sprunggelenk an sich) aber auch entfernte (Kniegelenk, Hüftgelenk) Körperstrukturen (Muskeln, Sehnen, Gelenke usw.) negativ auswirken. Aus diesem Grund ist eine adäquate Sprunggelenksmobilität Grundvoraussetzung für eine optimale Sprunggelenksfunktion.

In unserem heutigen Artikel werden wir ein ebenfalls sehr wichtiges Thema behandeln - die Sprunggelenksstabilität. In diesem Zusammenhang müssen wir zwischen einer lokalen und einer globalen Sprunggelenksstabilität unterscheiden.

Lokale Sprunggelenksstabilität

Die lokale Sprunggelenksstabilität wird in diesem Zusammenhang von den lokalen Sprunggelenksstabilisatoren hergestellt:

- M. Tibialis posterior

- M. Peroneus longus

- M. Peroneus brevis

- M. Tibialis anterior

Diese Muskeln umgreifen das Sprunggelenk, wodurch sie in der Lage sind das Sprunggelenk direkt zu stabilisieren. Leider weisen sehr viele Fussballer Funktionsstörungen innerhalb der lokalen Sprunggelenksstabilisatoren auf. Besonders nach Sprunggelenksverletzungen (Bänderdehnungen-/riss) können diese Muskeln langfristige Störungen entwickeln.

Im nächsten Schritt ist für eine optimale Sprunggelenksstabilität eine globale Sprunggelenksstabilität notwendig.

 

Globale Sprunggelenksstabilität

Unter einer globalen Sprunggelenksstabilität verstehen wir die Stabilität der gesamten Beinachse. Eine solide globale Sprunggelenksstabilität resultiert in diesem Zusammenhang aus einem optimalen Zusammenspiel der Rumpf-/Hüft-/Beinmuskulatur. Schwächen im Bereich der Rumpf-/Hüft-/Beinmuskulatur können weiterführend zu einer Instabilität der Beinachse führen, wodurch das Sprunggelenk indirekt negativ beeinflusst werden kann. Aus diesem Grund resultiert eine optimale Sprunggelenksstabilität aus einem optimalen Zusammenspiel einer lokalen sowie globalen Sprunggelenksstabilität.

 

Im nächsten Schritt werden wir dir zwei Übungen zeigen, mit deren Hilfe du deine lokale aber auch globale Sprunggelenksstabilität verbessern kannst.

 

Verbesserung der lokalen Sprunggelenksstabilität

Kräftigung tiefe Wadenmuskulatur einbeinig

  • Übungsziel:
  • Kräftigung tiefe Wadenmuskulatur

 

  • Ausgangsstellung:
  • Du befindest dich im Ein Bein Stand
  • Richte deine Beinachse optimal ein
  • Deine Fussspitzen zeigen gerade nach vorne
  • Dein Kniegelenk ist gebeugt

 

  • Ausführung:
  • Drücke dich aus dieser Position möglichst weit nach oben
  • Verteile den Druck gleichmässig auf deinem Vorfuss
  • Mögliche Ausweichbewegung:
  • Eine ungleichmässige Fussbelastung während der Bewegung

 

  • Wo sollst du es spüren:
  • Anstrengung im Bereich deiner Wadenmuskulatur

Ein Athlet macht eine Sprunggelenksstabilitätsübung

Ausgangsstellung

Ein Athlet macht eine Sprunggelenksstabilitätsübung und ist in der Endposition

Endstellung

 

Verbesserung globale Beinstabilität

Ein Bein Kniebeuge

  • Übungsziel:
  • Stabilisierung Beinachse

 

  • Ausgangsstellung
  • Du befindest dich im Ein Bein Stand
  • Stelle deine Beinachse optimal ein
  • Dein Fuss steht gerade nach vorne
  • Dein Kniegelenk ist leicht gebeugt
  • Deine Kniescheibe zeigt in Richtung Fussmitte
  • Dein Becken steht aufrecht und gerade

 

  • Ausführung
  • Führe eine kleine Kniebeuge aus
  • Halte deine Beinachse gerade und stabil

 

  • Mögliche Ausweichbewegung-/en:
  • Ein nach innen weichen deines Kniegelenks
  • Ein zur Seite schieben deines Beckens
  • Eine Ausweichbewegung deines Oberkörpers zur Seite

 

  • Wo sollst du es spüren:
  • Anstrengung im gesamten Bein

Ein Fussballer macht eine einbeinige Kniebeuge

Ausgangsstellung

Ein Fussballer ist in der Endposition einer einbeinigen Kniebeuge

Endstellung

 

Autor: Nico Imhof, Physiotherapeut

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